Sybille bei Google in Zürich

Was würde Google tun?

Dieser Frage wollte auch ich einmal auf den Grund gehen und habe mich deshalb dafür entschlossen mich für ein Praktikum bei Google in Zürich zu bewerben. In der größten Stadt der Schweiz befindet sich gleichzeitig der weltweit zweitgrößte Standort des Internetriesen. Nach einem langwierigen Bewerbungsprozess mit Telefoninterview und zwei Bewerbungsgesprächen hatte ich das viermonatige Praktikum in der Tasche und konnte es kaum noch abwarten hinter die Kulissen des Unternehmens zu schauen.

Schon bevor ich dort ankam gingen mir unendlich viele Gedanken durch den Kopf, wie es wohl werden würde für Google zu arbeiten. Eine Marke die heutzutage jeder kennt und ein Unternehmen, welches sich nach außen hin als Innovationstreiber darstellt. Und damit haben sie nicht übertrieben.

An meinem ersten Arbeitstag wurde ich von einer freundlichen Mitarbeiterin durch den gesamten Gebäudekomplex geführt und dabei kam ich aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Die Gestaltung der Arbeitsflächen ist modern und verspielt zugleich. Außerdem gibt es diverse Erholungsoasen, beispielsweise ein kleines Basketball-Feld, inmitten der Büros. Ich hatte ersthafte Zweifel, ob ich mich in einem Freizeitpark oder einem der erfolgreichsten Unternehmen der Welt befand. Dann begriff ich jedoch, was Google mit Innovation am Arbeitsplatz gemeint hatte.

Als Praktikant im Bereich „Human Resources“ wurde ich langsam aber zielgerichtet in den Arbeitsalltag eingeführt. Man wies mir einen eigenen Arbeitsbereich mit Computer in einem kunterbunten Großraumbüro zu. Hier wusste ich sofort, dass ich mich wohl fühlen würde. Schon in den ersten Tagen kam es zu einer Informations- und Reizüberflutung durch verschiedenartigste Aufgaben, die mir zugetragen wurden. Man lies mich aktiv an der Bearbeitung und Beantwortung von internen Mitarbeiteranfragen teilhaben. Außerdem gehörte es zu meinen Hauptaufgaben das Intranet unseres Unternehmensstandorts auf dem Laufenden zu halten und kleine Nachrichten an die Mitarbeiter zu verfassen. Tatsächlich sah der Arbeitsalltag aber immer unterschiedlich aus. Ich glaube es vergingen nicht zwei Tage, an denen ich genau das gleiche zu tun hatte.

Auf der Kehrseite bedeutete das wiederum, dass ich oft länger als acht Stunden am Tag bei der Arbeit verbracht habe. Die vielfältigen Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten sind eben nicht umsonst vorhanden. Laut Google’s Philosophie ist das Unternehmen nicht nur ein Arbeitsplatz, sondern auch „Lebensraum“. Alles in allem war das Praktikum bei Google in Zürich in jedem Fall eine Erfahrung wert. So viel habe ich in vier Monaten noch nicht erlebt. Da im Unternehmen noch viele weitere Praktikanten aus aller Welt gearbeitet haben, habe ich sehr nette Bekanntschaften gemacht, mit denen ich immer noch Kontakt halte. Außerdem wurde mir viel Vertrauen entgegengebracht und meine Eigeninitiative erheblich gefordert und gefördert. Diese andere Form des Arbeitens, ja fast schon des Lebens im kleinen Mikrokosmos des Megakonzerns werde ich wohl nie vergessen und hat mich in meiner Persönlichkeit gestärkt.

Wenn jemand sich für diesen Bereich interessieren sollte und auch bereit ist einen Teil seiner Freizeit in die Arbeit zu investieren, dem empfehle ich: Probiere es aus!

Erfahrungsberichte

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