Alexander bei der Porsche

Als Praktikant im Produkt- und Lizenzmanagement für die Marke Porsche Design lernte ich sofort die Komplexität der Prozesse im Unternehmen kennen. Obwohl die Tochtergesellschaft von der Porsche AG recht klein ist, findet man dort viele Abläufe, die der Arbeit in einem Konzern entsprechen. An meinem ersten Arbeitstag wurde ich durch alle Abteilungen geführt und vorgestellt. Dabei fiel mir gleich auf, dass die Mitarbeiter recht jung sind und in jeder Abteilung ein Praktikant arbeitete. Ich hatte 3 Wochen Übergangsphase, in der mir mein Praktikanten-Vorgänger die Hauptaufgaben und die Struktur des Unternehmens erklärte. Anhand der Kataloge konnte ich mir sehr schnell einen Überblick über die Produkte verschaffen, mit denen ich die nächsten sechs Monate zu tun haben würde. Gute Fähigkeiten in Excel und Powerpoint wurden hier gefordert und waren auch von Nöten. Ebenfalls gute Englisch-Kenntnisse in Wort und Schrift.

Nach den ersten drei Wochen fühlte ich mich langsam sicher in den Aufgaben die mir gestellt wurden. Anfangs schauten die Vorgesetzten noch zweimal hin, nachdem man bewiesen hatte, dass man selbstständig gute Ergebnisse bringt, erhielt man aber sehr schnell, sehr viel Vertrauen. Die Hauptaufgaben lagen im daily business, d.h. Betreuung der Lizenzpartner, Mitwirkung im Produktentwicklungsprozess und Erstellen von Wettbewerbsanalysen bzw. laufender Wettbewerbsvergleich. Ebenfalls sehr wichtig die Stammdatenpflege im Produktmanagement System. Während der sechs Monate wirkte ich ebenfalls in einem internen Strategieprojekt zur Verbesserung des After-Sales mit. Die Bearbeitung von After-Sales Fällen war ebenfalls meine Aufgabe. Neben den vielen Hauptaufgaben lernt man natürlich auch sehr viele angenehme Seiten der Marke Porsche kennen. Es gibt einen Porsche Cayenne S, der für die Praktikanten bereitgestellt wird und für die vielen Aufgaben außerhaus bereit steht und teilweise noch weitere schöne Autos. Außerdem ist man oft in den Werken der Porsche AG unterwegs und lernt auch schnell andere Bereiche des Unternehmens kennen.

Rückwirkend muss ich feststellen, dass das Praktikum mir mehr vermittelt hat, als die vorhergenannten Aufgaben. Mir wurde die Möglichkeit gegeben, mich in einem sehr komplexen Unternehmen zu beweisen und es mit seinen sozialen Strukturen und Abläufen kennen zu lernen. Durch die Arbeit mit 5 verschiedenen Vorgesetzten, die nach völlig unterschiedlichen Methoden arbeiten, ist Flexibilität sehr wichtig. Mir wurden Grenzen aufgezeigt und ich konnte zeigen, dass mein erlerntes Fachwissen adaptiv auch in anderen Situationen Früchte tragen konnte. Weiterhin habe ich gelernt Belastbarkeit zu entwickeln und sehr organisiert zu arbeiten. Ohne gute Organisation und Arbeiten nach Prioritäten, hätte ich niemals effektive und effiziente Leistungen bringen können. Die Betreuung bei der PLH war immer sehr gut. Es wurden oft große Verantwortungen übergeben und Ich habe mich als vollwertiges Mitglied des Teams gefühlt. Ich kann jedem Studenten nur empfehlen ein Praktikum in der Porsche Lizenz- und Handelsgesellschaft wahrzunehmen. Allerdings muss man sich an die langen Arbeitszeiten gewöhnen, die oftmals 10 Stunden am Tag überschreiten

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